Dienstag, 16. Januar 2018

Erinnerte Tage - Herman van Veen

Herman blickt zurück: nachdenklich-heiter und immer mit einem klaren Blick auf die wichtigen Dinge im Leben!


"Erinnerte Tage" ist ein Buch mit autobiografischem Inhalt vom Künstler Herman van Veen. Das Buch erscheint im Knaur Verlag.

Herman van Veen ist der populärste niederländische Musiker und Liedermacher, seit 50 Jahren ist er auch auf deutschen Bühnen unterwegs. Seine Lieder hat er stets auch auf Deutsch verfasst.


In diesem Buch lässt uns der Künstler Herman van Veen rückblickend in sein Leben schauen. Man erhält in Annekdoten, Briefen und Gedanken einen genauen Blick in seine Seele. 
Herman van Veen wurde im letzten Kriegsjahr 1945 in eine Utrechter Arbeiterfamilie hineingeboren. Als Nachkriegskind hat er viel erlebt, seine Jugend widmete er der Musik und dem Geigenspiel. 
Auf dem Konservatorium entdeckte er die Musik, das Theater und den Tanz. Dies veränderte sein Leben, er wurde der bekannteste niederländische Musiker und ist über die Grenzen der Niederlande hinaus bekannt. 

In "Erinnerte Tage" richtet van Veen den Blick auf sein eigenes und das Leben allgemein. Er sieht die Ungerechtigkeit, das Elend der Welt und zeigt in seinen Texten die Unterschiede klar und deutlich auf.
Mal sind das heitere Erinnerungen an seine Jugend, mal besinnliche Erfahrungen, häufig frohe Gedanken, aber auch nachdenkliche Töne über den Lauf der Welt. 
Mit Liedtexten, Gedichten und Annekdoten aus seinem Leben und Zeitungsschlagzeilen und Briefen kommt man dem Menschen Herman durch dieses Buch näher. Er lässt uns tief in seine Gedanken eintauchen. Aber er zitiert auch fremde Gedichte und Texte
So wie man ihn von Bühnenauftritten her kennt, erzählt er auch hier. Er geht nicht chronologisch vor, schweift mal hierhin ab, erinnert sich beim Anblick seiner schlafenden Enkelin an andere Erlebnisse. Es ist insgesamt ein liebevoller Blick zurück auf sein Leben und Wirken, auf seinen ganzen Erfahrungsschatz der 72 Lebensjahre.

Für mich ist er vor allem der Vater von Alfred Jodocus Kwak. Dieses Lied zeigt, wie sehr er Kinder liebt, nicht nur seine eigenen, sondern alle Menschenkinder. Das blitzt auch in seinen Gedichten und Liedertexten immer wieder hervor.

Sein Leben ist geprägt von einigen Freundschaften, die er über seine Künstlerlaufbahn kennengelernt hat. Diesen privaten Freunden widmet er einige Kapitel seines Buches, leider kenne ich diese niederländischen Personen nicht, doch man bekommt einen guten Überblick über Herman, wie er lebt, denkt und handelt und wie sich seine Karriere entwickelte. Auch ein ganz besonderer Brief von Willi Brandt ist ein eindrucksvolles Zeichen seiner künstlerischen Wirkungskraft.

Besonders interessant finde ich seine gesammelten Zeitungsschlagzeilen, die erkennen lassen, wie er sich um die politische Situation auf der Welt Gedanken macht. Die Zukunft seiner Enkelkinder ist sicherlich ein Grund dafür, wie er interessiert am Zeitgeschehen teilnimmt und die Grausamkeiten der Welt aufzeigt.
Er zeigt mit dem Finger auf die Wunden der menschlichen Zerstörung. Er mahnt mit aussagekräftigen Schlagzeilen ohne selbst Worte darüber zu verlieren. 

Das Buch endet so, dass man das Gefühl hat, hier ist jemand mit sich im Reinen und blickt voller Dankbarkeit und zurück auf sein Leben.

Ein gelungener Blick hinter die Fassade des Künstlers und Menschen Herman van Veen.

***Herzlichen Dank an den Knaur Verlag für dieses schöne Buch!***




Milchkaffee – Das Glück der Liebe - Susanna Ernst

Einfach wunderbar, traurig, schön und berührend! Ein Lesemuss!


Der Roman "Milchkaffee - Das Glück der Liebe" von Susanna Ernst ist ein eBook von feelings emotional und erschien im Dezember 2017. 


Die Geschichte führt nach Erfurt, in die Zeit der Nachkriegs-Wirren. Der neunjährige Erik beteiligt sich an Plünderungen und wird schwer verletzt. Doch er hat Glück im Unglück, denn der afroamerikanische Soldat Sam rettet ihm das Leben und kümmert sich rührend um ihn. Scheinbar hat der Junge keine Eltern, die nach ihm suchen. Als Erik die kleine Ballerina Sophie kennenlernt, hat der Junge wieder Lebensmut. Das könnte der Beginn einer lebenslangen Freundschaft werden. 


                                       Bildergebnis für Milchkaffee – Das Glück der Liebe: Roman


Von Susanna Ernst habe ich schon wunderbare Bücher gelesen und bei diesem konnte ich mir zuerst hinter dem Cover nichts genaues vorstellen. Die Inhaltsangabe verspricht eine Liebesgeschichte, die in der Nachkriegszeit angesiedelt ist und die Verknüpfung zwischen persönlichen Schicksalen und den Lebensbedingungen dieser besonderen Zeit ist der Autorin hervorragend gelungen. 

Die Protagonisten Erik und Sophie lernen sich als Kinder kennen, beide kommen sehr sympathisch daher, sie sind aufgeweckte Kinder und Sophie geht wunderbar natürlich mit der schweren Verletzung Eriks um. Dieser fasst dank Sophies fröhlicher Art wieder neuen Lebensmut und es entwickelt sich eine ganz enge Bande zwischen ihnen. Erik wird später ein selbstbewusster Mann, der trotz seiner Behinderung sehr lebensbejahend ist. 
Ihre Beziehung durchzieht das ganze Buch und diese Entwicklung ist wunderbar zu beobachten. 

Aber auch die Schrecken und Schwierigkeiten der Nachkriegszeiten werden eindringlich authentisch geschildert. Man bekommt einen deutlichen Eindruck von Hunger, Ausbombung und Wohnungsverlust und wie der Krieg Familien auseinandergerissen hatte. 
Der afroamerikanische Soldat Sam rettet Erik das Leben und kümmert sich rührend um ihn. Mit Sophie und ihrer Mutter eröffnet er eine neue familiäre Option für Erik, was sich als glückliche Fügung ergibt.
Die Rassenprobleme werden hier nur unterschwellig angedeutet, im Vordergrund steht die Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit und wie dankbar die deutsche Bevölkerung die amerikanische Hilfe annahmen.

Auch Sam und Erik wachsen zusammen und es entwickelt sich eine lebenslange enge Freundschaft.

Diese Geschichte könnte eindringlicher und nachhaltiger nicht geschrieben sein. Susanna Ernst gelingt es ohne klischeehaft zu werden, diese Emotionen und Probleme darzustellen. 

Als Rahmenhandlung wird hier durch einen älteren Herrn erzählt, der Leser ist im Grunde der Zuhörer seiner Geschichte und folgt gebannt den Entwicklungen, Sorgen und Ängsten der Figuren. Dabei gibt es viele erschütternde Erlebnisse zu ertragen, aber auch eine hoffnungsvolle Liebe und lebenslängliche Freundschaft und viel Dankbarkeit für erwiesene Hilfe. 
Dadurch gewinnt der Roman an Tiefe und man erfreut sich an den wunderbaren Charakteren.
 

Das Ende hält noch einmal eine besondere Überraschung bereit, auf die man so nicht vorbereitet war. Doch auch damit bewirkt Susanna Ernst in ihrer Geschichte einen speziellen Hoffnungsschimmer. 

 


Wer dieses Buch liest, wird gefangen sein in der Entwicklung einer großen Liebe und ihren verschlungenen Wegen, aber auch im schwierigen Umfeld der Nachkriegszeit. Einfach eine wunderbare, traurige, schöne und berührende Lektüre! 


 ***Herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***

Montag, 15. Januar 2018

Frau gönnt sich ja sonst nichts - Marie Matisek

Persönliche Einblicke, verletzte Gefühle und trotzdem eine Mut machende und bereichernde Lektüre auch für nicht Getrennte


In "Frau gönnt sich ja sonst nichts" lässt und Autorin Marie Matisek teilhaben an ihrer eigenen privaten Trennungsgeschichte. Das Buch erscheint 2018 im Knaur Verlag und trägt den vielsagenden Untertitel "Wie sich die Trennung von meinem Mann unverhofft als Glücksfall erwies".

Marie Matisek beschreibt in ihrem Memoir, wie aus der verlassenen, gestressten Ehefrau und Mutter eine attraktive, lebenslustige 50-Jährige wird, die einen Neuanfang wagt. 


"Die 20 Jahre unseres Familienlebens sind ein Juwel, und ich möchte es jederzeit aus der Vitrine meines Herzens holen können, den Staub herunterpusten und bewundern, wie es funkelt und glänzt... Glaube an Trennung als Chance." Zitat Seite 59


Von Marie Matisek habe ich Sonnensegeln und Mirabellensommer gelesen und beide Bücher haben mir sehr gut gefallen. Auf ihr neues Werk war ich deshalb sehr gespannt, zumal sie darin persönliche Erfahrungen ihrer eigenen Trennung verarbeitet.

Ohne große Umschweife geht es sofort mit der Trennungsgeschichte los. Marie wird von ihrem Mann nach 20 Jahren Ehe für eine jüngere Frau verlassen. Zunächst fällt sie in eine Schockstarre voller  Trauer, Selbstmitleid und Zukunftsängsten. Doch sie merkt schnell, dass sie damit nicht weiter kommt. Sie kennt die Gründe für die Trennung, auch sie selbst ist dafür mit verantwortlich und nun möchte sie ihrem Leben durch die Trennung neue Impulse geben, neue Chancen wahrnehmen und für sich selbst neue Ziele entwickeln. Lange Zeit hat sie neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit dem Familienleben ihr Hauptaugenmerk gewidmet.
Doch das Familienleben ist nicht immer einfach, es funktioniert nur, wenn man zufrieden ist und nicht alle Rollen gleichzeitig spielen muss. 

Mir ist die Situation der Autorin beim Lesen sehr nahe gegangen, auch die vielen Beispiele anderer Paare erscheinen mir sehr authentisch geschildert. Wie reagiert man als Frau auf eine Trennung, welche Fragen stellen sich dann für die Familie, die Kinder und das gemeinsame Hab und Gut? Wie kann man über den Dingen stehen, wenn man doch am Boden zerstört ist? 

Marie Matisek hat aus ihrer Trennung das Beste gemacht, sie hat die Chance auf ein neues selbst bestimmtes Leben ergriffen und ihr bisheriges Leben als schöne Erfahrung mit in den nächsten Lebensabschnitt genommen. Kein Aufrechnen von Schuld, sondern den Blick frei machen für neue Möglichkeiten. Die Lage als Glücksfall annehmen! Das kann nicht jeder, bei vielen Paaren zehren Rosenkrieg und Rache an den Nerven der Beteiligten und die Kinder leiden und sogar die Haustiere. 

Wenn man der Autorin jedoch durch ihr Buch folgt, bekommt man durch den leisen Humor und die positiven Rückblicke in die glückliche Zeit der Ehe ein Gefühl von Mut und Hoffnung. Und es ist auch für Menschen in einer glücklichen Partnerschaft eine echte Bereicherung, mal über das Glück im Leben nachzudenken und gutzuheißen, was man gerade eigentlich genießen sollte. 

Bei der Lektüre gibt es einige humorvolle Szenen, bei denen ich schmunzeln musste. Mal geht Marie zu einer Singleparty oder aufs Oktoberfest, dann bucht sie sich zum bevorstehenden 50. Geburtstag eine Entspannungsreise nach Bali, bei der sie vorab die Wirkung der Wechseljahre durchmacht. Wie sich die von der Familie produzierten Wäscheberge anfühlen, wenn man gut gelaunt aus dem Urlaub kommt, kann ich gut nachvollziehen. Auch die Treffen mit ihren Freunden lassen Einblicke zu, die man so oder ähnlich schon gehört hat.
 
Aber Marie befreit sich von der "Last" der Einrichtungsstörenfriede, sie entrümpelt Haus und Keller und das macht ihre Last nicht nur äußerlich weniger. Auch innerlich befreit sich sich von Ballast, aber sie behält die positiven Erinnerungen an die schöne Zeit dieser Ehe. Und das macht Mut und zeigt deutlich wie man auch mit solchen Situationen umgehen kann ohne Rachegelüste auszuleben. 

Ich finde es mutig von Marie Matisek, hier ihre sehr persönliche Geschichte schonungslos der Öffentlichkeit vorzulegen. Doch dadurch bekommt man als Leser viele Ratschläge und Denkanstösse geliefert, die auch in funktionierenden Ehen durchaus mal überdacht werden sollten. 

Nicht immer bedenkt man, wie es anderen Alleinerziehenden gehen könnte oder ist sich dessen bewusst, wie gut man es gerade hat. 
Daher ist so ein Buch auch mal ein wichtiger Denkanstoss.
 
***Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar vom Knaur Verlag!***



Montagsfrage # 67

https://2.bp.blogspot.com/-dDYRdWdv5qA/WYTqlIIB8sI/AAAAAAAAB1g/q96hqN_HI2s8VU4-wNy1v-mJGHjmdqqSwCPcBGAYYCw/s1600/mofra_banner2017.png





Jeden Montag veröffentlicht Buchfresserchen eine Frage auf ihrem Blog, die man dann innerhalb von 7 Tagen beantworten kann. 

 

Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche war euer aktueller Character Crush?


Da muss ich wirklich lange nachdenken, das erinnert mich ein wenig an meine Jugendzeit, dort haben mich Buchfiguren doch mehr mit mitgerissen als heute. In "Der Medicus" von Noah Gordon war ich ganz fasziniert von Rob Cole, das Buch habe ich im Erscheinungsjahr 1986 gelesen und die Figur konnte mich richtig begeistern. 
Ansonsten komme ich bei Buchfiguren nicht so sehr ins Schwärmen, die Realität hat doch so viel mehr Facetten und geht gefühlsmäßig sehr viel tiefer und in Büchern kann man das lediglich ausdrücken und darstellen.

Wie geht es euch, schwärmt ihr für Buchfiguren? 

Sonntag, 14. Januar 2018

Blogger geben Lesetipps für den Winter

🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️ 🌟❄️  🌟❄️ 

Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor - Lesetipps für den Winter   

 

                       

 

Diese Aktion ist eine Idee von Meine Welt voller Welten und Der Duft von Büchern und Kaffee und ich habe schon mehrfach daran teilgenommen. 
 Meine Herbsttipps 
 Meine Sommertipps
 Meine Frühjahrstipps

🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️

Der Winter verführt mit seinen kalten Tagen zum Lesen. Man kann sich mit toller Lektüre gemütlich ins Warme zurückziehen und dabei vielleicht noch einen heißen Tee oder ein paar Plätzchen geniessen. Gerade zum Weihnachtsfest bekommt man neues Lesematerial und das muss natürlich gelesen oder auch hier vorgestellt werden. 


Was kann ich euch also für den Winter als passende Lektüre empfehlen? 
Ich finde natürlich gerade Koch- und Backbücher besonders für die Adventszeit geeignet. Aber die Rezepte und Buchvorschläge bekommt man auch gut im Netz und dafür muss ich hier keine Tipps vorschlagen. 

Mir gefallen im Winter Krimis und packende Thriller, historische Romane und solche, die die weihnachtliche Stimmung aufgreifen und den Leser damit so richtig umhüllen. Die mit ihrer Thematik in Weihnachtsstimmung bringen und die Vorfreude auf das Fest noch steigern. 

Das alles findet sich bei diesem romantischen Roman aus dem Goldmann Verlag einfach vollkommen. 

Dieses Buch passt sowohl vom Cover her perfekt in den Winter, der Titel enthält sogar das Wort Winter und die Handlung führt mitten hinein in die eisige Landschaft der Rocky Mountains und in die winterlich verschneite Idylle. Dieser wunderbare Roman spielt außerdem um die Weihnachtszeit

Mehr geht eigentlich nicht, also ist mein Tipp für den Winter! 

🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️  🌟❄️



Sternenwinternacht von Karen Swan
 
                           

Es erwartet den Leser eine berührende, mitreißende Liebesgeschichte vor der Kulisse der Rocky Mountains und mit interessanten Szenen aus dem All. Mich hat dieser Roman schnell in seinen Bann gezogen. Die Szenerie der atemberaubend schönen Natur der Rocky Mountains, die waghalsigen Snowboarder und die verschneite Landschaft vereinen sich mit einer schicksalshaften, weil dramatischen Liebesgeschichte zu einem einzigartigen Roman.

Hier geht es zur Rezension
 

Kennt ihr Bücher von Karen Swan oder sogar dieses hier? Mich interessiert eure Meinung, habt ihr es auch so gern gelesen wie ich?
Welches Buch möchtet ihr unbedingt an andere Leser weiterempfehlen?


Samstag, 13. Januar 2018

Neuzugänge # 70

Auch das Jahr 2018 fängt schon wieder gut an, jedenfalls wenn man das Jahr anhand der erhaltenen Bücher bewertet.
Um nicht den Überblick zu verlieren und euch an meinen Neuheiten teilhaben zu lassen, werde ich heute mal wieder die Zugänge vorstellen. 


Den romantischen und stimmungsvollen Roman Weihnachten in Briar Creek von Olivia Miles habe ich in einer Leserunde auf Lesejury als ebook gelesen und nach dem Ende der Runde erhalten die Teilnehmer ein Printexemplar. Meine Rezension findet ihr hier

In Die Blumenschwestern von Cathy Hopkins geht es um den letzten Wunsch einer Mutter an ihre drei Töchter. Wird dieser letzte Wille die Töchter wieder zusammen bringen? Der Roman versprcht laut Reader´s Digest ein wunderbarer Wohlfühlroman zu sein. Ich bin gespannt, das Cover hat mich schonmal für sich eingenommen. Die Ranunkeln sind so schön! 

Der Turm der Ketzerin ist ein historischer Roman von Deana Zinßmeister. Inhaltlich geht es ins 16. Jahrhundert nach Frankreich, dort toben gerade die Glaubenskriege. Die Autorin schrieb auch die Pesttrilogie, die ersten zwei Bände haben mir gut gefallen und ich mag ihren Schreibstil sehr. 

Das Pestzeichen1 
Der Pestreiter

Von Andreas Gruber gibt es einen neuen Thriller. In Die schwarze Dame ermittelt der Privatermittler Peter Hogart in Prag, seine Kollegin ist dort spurlos verschwunden. Dabei ist er schnell einem Serienmörder auf der Spur. 


 
Über diese drei Bücher freue ich mich besonders, sie passen für die Drömer Knaur Challenge auf Lines Blog, an der ich dieses Jahr teilnehme und außerdem sind es alles Wunschtitel von mir.

Herman van Veen habe ich schon im Konzert vor vielen Jahren gesehen und in dieser Biografie gibt er einiges von sich preis. Erinnerte Tage nennt er den Rückblick auf sein bisheriges Leben. Er ist mittlerweile mehrfacher Großvater und hat vor kurzem wieder ein Album herausgebracht.

Im Schatten des Pfefferbaums führt ins Outback nach Australien. Bestseller-Autorin Di Morrissey erzählt von der Schönheit des fünften Kontinents und von einer großen Liebe. Ein Familiengeheimnis wird außerdem gelüftet und der Roman verspricht eine tolle Unterhaltung zu sein. 

Frau gönnt sich ja sonst nichts, so heißt der neue biografische Roman von Marie Matisek, indem sie uns am Schicksal einer verlassenen Ehefrau und Mutter teilhaben lässt, die mit 50 Jahren noch einmal einen Neuanfang wagt. Wie sie, ihre Familie und auch Leidensgenossinnen diese Lebenskrise erlebt und bewältigt haben, zeigt sie mit schriftstellerischer Fähigkeit, einer ordentlichen Portion Selbsterfahrung und mit einigen denkenswerten Ratschlägen.

 
Doch das sind noch lange nicht alle neuen Bücher, dazu kommen noch weitere zwei emotional e-books aus dem Feelings Verlag:


Irgendwas mit Liebe von Jana Herbst habe ich hier schon rezensiert. Ein unterhaltsamer Roman mit etwas Romantik, prickelnden Gefühlen und sogar ein wenig Spannung. Erholsame Lektüre ist damit gewiss.


Milchkaffee: Das Glück der Liebe : in diesem Roman taucht die Autorin  Susanna Ernst ein in die Nachkriegszeit Deutschlands. Ein kleiner Junge wird beim Plündern schwer verletzt, ein afroamerikanischer Soldat rettet ihm das Leben und eine kleine Ballerina erweckt die Lebensgeister des Jungen zu neuem Leben. 


So, der Vorrat sollte erst einmal für ein paar Tage reichen! :-) 
Ein schönes Wochenende und tolle Lektüre wünsche ich euch!



Irgendwas mit Liebe - Jana Herbst

Unterhaltsamer Liebesroman mit Krimianteilen: Humor, Spannung und Erotik


Jana Herbst schrieb den Roman "Irgendwas mit Liebe", das Buch erscheint im Feelings Verlag. Ich habe das e-book gelesen.


Die Strafverteidigerin Luisa wird überfallen und besucht daraufhin einen Selbstverteidigungskurs. Dieser wird vom Ex-Cop Iljas durchgeführt und zwischen ihnen ist nicht nur die berufliche Abneigung vorhanden. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt es zwischen ihnen zu einem emotionalen Funkenflug.

                                            
                                             Bildergebnis für irgendwas mit Liebe buch

Dieser Roman ist mein erstes Buch von Jana Herbst und ich habe unterhaltsame Stunden mit ihrem Buch verbracht.

Jana Herbst lässt die Geschichte aus der Sicht ihrer Protagonistin Luisa erzählen und dadurch bekommt man als Leser sehr nahe an die Story heran und erlebt die Gefühle und Gedanken aus nächster Nähe.
Die Figuren Luisa und Iljas kommen beide mit unterschiedlichem Lebenshintergrund daher, doch wie man weiß, ziehen sich Gegensätze auch an.
Luisa ist eine erfolgreiche Juristin mit Business-Kleidung und Highheels, Iljas ein muskelbepackter Typ mit Sweatshirt und Jeans, der seinen Dienst bei der Polizei quittiert hat und sich jetzt für bedrängte Frauen einsetzt.
Zunächst sind beide noch auf Konfrontationskurs, aber dann fliegen zwischen ihnen die Funken und es entwickeln sich leidenschaftliche Gefühle füreinander. Können ihre Gefühle ihre persönlichen Ansichten überwinden?

Jana Herbst gibt der Liebesgeschichte Zeit sich zu entwickeln. Einen entscheidenden Anteil an der Handlung hat aber auch die kriminelle Ermittlung von Luisas Überfall. Dadurch kommt ordentlich
Spannung in die Geschichte und man erlebt noch mehrere gefährliche Situationen und sogar Drohbriefe für Luisa, bei denen Iljas schon häufig der Retter in letzter Minute ist.
Witzig ist die Rolle von Luisas Hobby, dazu möchte ich aus Spoiler-Gründen nicht mehr verraten. 

Die Schreibweise ist locker und nicht allzu anspruchsvoll, vor allem haben mich einige vulgäre Begriffe aus dem Mund von Luisa gestört. Solche Begriffe passen einfach nicht in den Jargon einer  Strafverteidigerin. Auch der selbstgewählte Zusatz-Name von Iljas (Arschtreteter) passt nicht zu einem Mann mit Selbstverteidigungskurs.

Mir hat die Mischung aus Wortgefechten, Liebesspiel und Krimianteilen gut gefallen.  
Immer wieder geraten Luisa und Iljas durch ihre Gegensätze aneinander und dennoch ziehen sie sich fast magisch an. 
Das ist schon recht klischeemäßig, aber es gibt der Handlung das gewisse Etwas. 
Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde, weil man dem Buch gerne folgt.
 


Eine leichte, aber prickelnde Lektüre mit einer unterhaltsamen Mischung aus Humor, Spannung und Erotik für entspannende Lesezeit.

***Herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!***